Straßenrennen
Freitag, Samstag und Sonntag standen die 15 Straßenrennen für Damen und Herren in den verschiedenen Klassen von 30 Jahren aufwärts auf dem EM Programm. Die Strecken waren je Altersgruppe zwischen 43 und 108 km lang, gespickt mit satt Höhenmetern. Ab 09:30 Uhr wurden die Rennen mit ca 5 Minuten Abstand gestartet. Da die Strecke von der Topographie sehr anspruchsvoll ist, werden Rennen selten im Pelton durchgefahren. Meist bilden sich Gruppen oder Solisten testen ihr Glück und Stehvermögen. 2010 war dazu starker Wind ein Kriterium, so dass die Felder an der Windkante noch schneller platzen. So war es einerseits gut einen Plan zu haben, wie man seine Kräfte einsetzt, wo und wann man mitfährt, dran bleibt oder attackiert. Anderseits entwickeln sich Rennen doch dann oft auch anders, wie man selbst oft so denkt oder man es gerne hätte. Kuno (Nr 266) war am Freitag dran. Das Rennen gibt auch ob des strammen Wind von schräg vorne an dem ersten langen Anstieg fast beschaulich los. Niemand wollte im Wind fahren. Kurz hatten Einige versucht wegzukommen, was vom Feld schnell unterbunden wurde. Nach 9 km an einem Stich fuhr ein Fahrer aus Tschechien 200 m weg und Kuno fuhr vom Feld weg nach, schloss die 200m. Dann startete eine Paarzeitfahren im oberen Entwicklungsbereich. Schnell wurde der Abstand zum Feld größer, nur zwei Fahrer konnten in der 2. Runde noch aufschließen. Und jetzt wurde es schwierig. Niemand wollte vorne fahren und die Gruppe wurde immer langsamer und jeder fuhr irgendwie gegen jeden. Richtung Ziel bildeten sich dann 2 Gruppen, die Platz 1 und 2 auskämpften und 2, die um die nächsten Plätze ihr Glück versuchten; und hier war Kuno gut dabei. Woher plötzlich ein 3. Fahren kam und um die Bronzemedaille mitmischten, war schwer nochzuvollziehen, zumal die lezten Kilometer ein Damenrennen eingeholt wurde. Kuno stemmt im Sprint Platz 4 und war mit seinem Rennen und dem Abrufen seiner Möglichkeiten sehr zufrieden. Jany (Nr 366) hatte ihr Rennen am Sonntag früh bei den gleichen (windigen Bedingungen). Ihre Strategie: Fahren als wäre es ein Einzelzeitfahren. Tiefer Lenker harte Gänge und vorne weg so schnell wie möglich durchfahren. Es war dann schonfür viele beeindruckend, wie Jany ihr Ding durchzog. Kurz nach dem Rennen von Jany lief das Rennen M1 (Herren 30-35 Jahre). Als die 3er-Spitze zu Jany aufschloss, fuhr Jany gut 5 Kilometer den Herrenspeed - zwar „nur“ leicht welligem Gelände voll mit. Es wurde letztlich ein klarer Sieg in 1:24h mit einem Durchschnittspuls von 157 (bei max Puls von 174). Der 2. EM Titel 2010 und der 4. insgesamt war gesichert. Die Straßenrennen in Zdar waren 2010 eine sehr selektive Sache, wo viele ihren persönlichen Erwartungen nicht immer gerecht werden konnten. Das Team corratec-Quest durfte mit Platz 1 und 4 bei den 2 Straßenrennen wohl schon sehr zufrieden sein – und war es auch.
News
Soziale Verantwortung leben
Übergabe der RRV Spende 2011 an das soziale Projekt - Verantwortung leben – der Familie Werndl und des Aubenhausenteams































